Seit dem Abgang Josef Prölls vor rund drei Monaten befindet sich die ÖVP offensichtlich in einer veritablen Dauerkrise. In den Umfragen auf Platz drei zurückgestuft, inhaltlich ohne Konturen, und mit einem Personal, das sich einzig und allein in Krisenverwaltung übt. Schon lange ist die ÖVP nur mehr ein Vizekanzlerwahlverein und findet hier ihren kleinsten gemeinsamen Nenner. Im 24jährigen Dauermitregieren geeicht, versteht man sich als Verteilungsmaschine für Posten, Subventionen, Inseratenaufträge und Einflusssphären. Eine weltanschauliche Botschaft jenseits dieser Machtinsignien hat man schon lange nicht mehr anzubieten.