Seit über 18 Jahren lebt der gebürtige Tunesier Larbi Guesmi (54) als politischer Flüchtling in der Schweiz. Weil der gelernte Informatiker noch immer auf seine Einbürgerung wartet, findet er viel Zeit um sich in der eidgenössischen Zivilgesellschaft einzubringen.
Als Präsident der Vereinigung „Ez-Zeitouna“ macht er sich für die Menschenrechte in Tunesien stark, als Mitglied der fundamentalistischen Partei „En Nahda“, einem im Jahr 1991 verbotenen tunesischen Ableger der Muslimbruderschaft, macht er gegen „amerikanische Eroberer und deren Alliierte“ Stimmung. Nebenbei liest Guesmi in der muslimischen Gemeinde von Neuenburg Freitagsgebete. Früher war er dort sogar als Imam tätig.